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Mailied


Pflücket Rosen, um das Haar

Schön damit zu kränzen,

Reihe dich, o junge Schaar,

Dann zu frohen Tänzen!

 

Nehmt die Leier von der Wand,

Kränzet sie und gebet

Sie dem Sänger in die Hand,

Der sie uns belebet.

 

Freuet euch, so lang der Mai

Und der Sommer währet;

Nur zu bald sind sie vorbei,

Und der Winter kehret.

 

Lange müßt ihr dann auf′s neu

Bei der Lampe sitzen,

Und bei ew′gem Einerlei

Saurer Arbeit schwitzen.



(* 05.07.1808, † 19.11.1825)




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