Zu Golde ward die Welt;
            zu lange traf
    der Sonne süsser Strahl
        das Blatt, den Zweig.
                Nun neig
        dich, Welt, hinab
        in Winterschlaf.

Bald sinkt′s von droben dir
    in flockigen Geweben
        verschleiernd zu -
        und bringt dir Ruh,
                o Welt,
o dir, zu Gold geliebtes Leben,
                Ruh.


Das Gedicht "Herbst" stammt von (* 1871-05-06, † 1914-03-31).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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