Der Hass ist bleicher Danaiden Fass;

Umsonst mag Rache mit den rauhen Händen

Ins weite Dunkel ohne Unterlass

Aus grossen Eimern Blut und Tränen senden,

 

Geheim durchbohrt ein Dämon das Gelass,

Und Schweiss und Blut von tausend Jahren schwänden,

Selbst wenn die Opfer, neubelebt vom Hass,

Aufs neue bluten müssten und verenden.

 

Dem Trinker gleicht der Hass, dem in Spelunken

Mit jedem Schluck der wildre Durst erwacht

Und sich der Hydra gleich verhundertfacht.

 

Doch weiss der Trinker, wenn er hingesunken,

Wer ihn besiegt; des Hasses Straf und Bann,

Dass er nicht unterm Tische schlafen kann.


Der Text des Gedichts "Das Fass des Hasses" stammt von (* 1821-04-09, † 1867-08-31).




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