In klarem Deutsch die heil′ge Schrift
Gar großen Segen hat gestift′t.
Sie ward verdeutscht durch Martin Lutz,
Dem Papst und Clerisei zum Trutz.
Der Ketzer war ein frommer Mann:
Gott woll′ ihn ewig selig han.
Gedichte
August Wilhelm von Schlegel
In klarem Deutsch die heil′ge Schrift
Gar großen Segen hat gestift′t.
Sie ward verdeutscht durch Martin Lutz,
Dem Papst und Clerisei zum Trutz.
Der Ketzer war ein frommer Mann:
Gott woll′ ihn ewig selig han.
Das Gedicht "Luther" stammt von August Wilhelm von Schlegel (1767 - 1845).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.