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Auff den Sontag deß wider erscheinenden Richters


...Oder den II. der Zukunfft Christi/ Luc. 21

 

Schau′t schau′t ihr Völcker schau′t/ die schweren Wunder-Zeichen!

Das grosse Firmament/ der Himmel Krafft zubricht/

Der Monden steht in Blutt/ es schwind′t der Sternen Licht

Man siht die klare Sonn in hellem Tag erbleichen.

Die auffgeschwellte See wil über Berge reichen/

Wer hört der Winde Gri i/ der Lüffte Rasen nicht?

Ein ieder Mensch verschmacht/ vnd weiß nicht was er spricht

Vor grosser Hertzens Angst. Die rauen Felsen weichen.

Auch zittert Berg′ vnd Thal. O Herr der Herrligkeit

Der du in Feur′ die Welt zu richten dich bereit.

Hilff/ daß ich ja mein Hertz mit Sünden nicht beschwere!

Weck auff Herr/ wenn mich Sorg vnd Sicherheit anfält/

Daß/ wenn dein harter Zorn einbricht die grosse Welt/

Mich nicht der Donnerstral deß letzten Tag′s verzehre!



(* 02.10.1616, † 16.07.1664)




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