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An eine Jungfrau


XXXV.

 

Ob zwar eur eigen Lob hir gar nicht ist zu schauen /

So nemt doch von mir an / was diser Feder Pflicht

Vnd meine Pieris hat andern auffgericht /

Die ihr nur übertrefft / O Crone der Jungfrauen.

 

Die Schrancken sind zu klein; dem heiligen Vertrauen /

Der Demut / der Vernunfft / der Tugend hellem Licht

Dem keusch und sitsam seyn / dem himmlischen Gesicht

Kan in so kurtzer Schrifft ich kein’ Altar auffbauen.

 

Vnd fing ich dennoch an / wo bliebe der Verstand

Die Jugend / das Geschlecht / des hohen Glückes Pfand /

Der Mutter Freundligkeit / des Vatern hohe Sinnen

 

Vnd beyder teurer Ruhm / der gantz euch einverleibt?

Vnd was noch mehr / ein Geist wie frey er immer schreibt?

Wie hoch er immer geht / nicht recht hat preisen können.



(* 02.10.1616, † 16.07.1664)




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Kommentare

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  • Gravatar von Anonym
    Anonym | dumm@gmail.com
    vor 3 Monaten

    Scheiße

  • Gravatar von Maria
    Maria | maria.ducka@homail.com
    vor 3 Monaten

    Schlechtes Sonett