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An die Welt


XLIX.

 

Mein offt bestürmbtes Schiff der grimmen Winde-Spil

Der frechen Wellen Baal / das schir die Flutt getrennet /

Das über Klipp auf Klipp und Schaum und Sandt gerennet /

Komt vor der Zeit an Port / den meine Seele wil.

 

Offt / wenn uns schwartze Nacht im Mittag überfil

Hat der geschwinde Plitz die Segel schir verbrennet!

Wie offt hab ich den Wind / und Nord’ und Sud verkennet!

Wie schadhafft ist Spreu / Mast / Steur / Ruder / Schwerdt und Kill.

 

Steig aus du müder Geist / steig aus! wir sind am Lande!

Was graut dir für dem Port / itzt wirst du aller Bande

Vnd Angst / und herber Pein / und schwerer Schmertzen loß.

 

Ade / verfluchte Welt: du See voll rauer Stürme!

Glück zumein Vaterland / das stette Ruh’ im Schirme

Vnd Schutz und Friden hält / du ewig-lichtes Schloß!



(* 02.10.1616, † 16.07.1664)




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