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An die Sternen


XXXVI.

 

Ihr Lichter / die ich nicht auff Erden satt kann schauen /

Ihr Fackeln / die ihr Nacht und schwartze Wolcken trennt

Als Diamante spilt / und ohn Auffhören brennt;

Ihr Blumen / die ihr schmückt des grossen Himmels Auen:

 

Ihr Wächter / die als Gott die Welt auff-wolte-bauen;

Sein Wort die Weißheit selbst mit rechten Namen nennt

Die Gott allein recht misst / die Gott allein recht kennt.

(Wir blinden Sterblichen! was wollen wir uns trauen!)

 

Ihr Bürgen meiner Lust / wie manche schöne Nacht

Hab ich / in dem ich euch betrachtete / gewacht?

Herolden diser Zeit / wenn wird es doch geschehen

 

Daß ich / der euer nicht allhir vergessen kan /

Euch / derer Libe mir steckt Hertz und Geister an

Von andern Sorgen frey werd unter mir besehen?



(* 02.10.1616, † 16.07.1664)




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