Faltenlos sind alle Dinge,

Wie vergessen, leicht und matt.

Heilighoch spült grüner Himmel

Stille Wasser an die Stadt.

 

Fensterschuster leuchten gläsern.

Bäckerläden warten leer.

Straßenmenschen schreiten staunend

Hinter einem Wunder her.

 

... Rennt ein kupferroter Kobold

Dächerwärts hinauf, hinab.

Kleine Mädchen fallen schluchzend

Von Laternenstöcken ab.


Das Gedicht "Sommerabend" stammt von (* 1889-08-23, † 1914-09-25).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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