Wir werden uns wohl niemahls wiedersehn;
Denn ungleich sind die Launen und die Stunden,
Und deine Gegenwart ist mit Gefahr verbunden.
Drum werd' ich weisslich dir stets aus dem Wege gehen.
Scheint diese Furchtsamkeit dir etwan übertrieben:
O! so bedenke nur:
Wer könnte Kaltsinn übern,
Wo Schönheit und Natur
Uns nöthigen zu lieben?
Nun denn! die kleinste Lust, dich flüchtig nur zu sehn,
Versag' ich mir; die Welt könnt's zum Verbrechen machen.
Wenn auch Verleumdung schweigt, kann nicht der Neid erwachen?
Ja, ich bin viel zu jung, und du bist viel zu schön. -
Wir werden uns nicht wiedersehn.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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