Still, still, still,

Weil′s Kindlein schlafen will.

Die Englein tun schön jubilieren,

Bei dem Kripplein musizieren.

Still, still, still,

Weil′s Kindlein schlafen will.

 

Schlaf, schlaf, schlaf,

Mein liebes Kindlein schlaf!

Maria tut dich niedersingen

Und ihr treues Herz darbringen.

Schlaf, schlaf, schlaf,

Mein liebes Kindlein schlaf!

 

Groß, groß, groß,

Die Lieb′ ist übergroß.

Gott hat den Himmelsthron verlassen

Und muß reisen auf den Straßen.

Groß, groß, groß,

Die Lieb′ ist übergroß.

 

Auf, auf, auf,

Ihr Adamskinder auf!

Fallet Jesum all zu Füßen,

Weil er für uns d′Sünd tut büßen!

Auf, auf, auf,

Ihr Adamskinder auf!

 

Wir, wir, wir,

Wir rufen all zu dir:

Tu uns des Himmels Reich aufschließen,

Wenn wir einmal sterben müssen.

Wir, wir, wir,

Wir rufen all zu dir.

 

Ruh′t, ruh′t, ruh′t,

Weil′s Kindlein schlafen tut.

Sankt Josef löscht das Lichtlein aus,

Die Englein schützen′s kleine Haus.

Ruh′t, ruh′t, ruh′t,

Weil′s Kindlein schlafen tut.

 

(Musik: nach einem Volkslied aus Schlesien)


Das Gedicht "Still, still, still..." stammt von (* 1816-01-24, † 1890-07-12).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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