Die Blumen sind verblüht im Tal,

Die Vöglein heimgezogen;

Der Himmel schwebt so grau und fahl,

Es brausen kalt die Wogen.

Und doch nicht Leid im Herzen brennt:

Es ist Advent!

 

Es zieht ein Hoffen durch die Welt,

Ein starkes, frohes Hoffen;

Das schließet auf der Armen Zelt

Und macht Paläste offen;

Das kleinste Kind die Ursach kennt:

Es ist Advent!

 

Advent, Advent, du Lerchensang

Von Weihnachts Frühlingstunde!

Advent, Advent, du Glockenklang

Vom neuem Gnadenbunde!

Du Morgenstrahl von Gott gesendt!

Es ist Advent.


Das Gedicht "Es ist Advent" stammt von (* 1816-01-24, † 1890-07-12).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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