Alles kann sich umgestalten!

Mag das dunkle Schicksal walten.

Muthig! auf der steilsten Bahn.

Trau dem Glücke! trau den Göttern!

Steig, trotz Wogendrang und Wettern,

Kühn, wie Cäsar, in den Kahn.

 

Laß den Schwächling angstvoll zagen!

Wer um Hohes kämpft, muß wagen!

Leben gelt′ es oder Tod!

Laß die Woge donnernd branden!

Nur bleib immer, magst du landen

Oder scheitern, selbst Pilot!


Das Gedicht "Zuruf" stammt von   (1761 - 1831).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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