Kleine Frauen, kleine Lieder,
Ach man liebt, und liebt sie wieder.
Wie die Blume glänzt dem Kinde,
Lächeln Leichtsinn uns die Mädchen,
Leichte rollt des Lebens Rädchen
In der Liebe Lustgewinde.
Darum singt man froh und linde,
Kleine Frauen, kleine Lieder,
Liebt sie, und sie lieben wieder.
Und es gleiten von der Kehle
Diese Spiele, diese Wörtchen,
Wie ein süßes Lieblingsörtchen
Lieblich schwebet vor der Seele.
Ach, man fragt nicht, ob was fehle:
Denn man singt die kleinen Lieder,
Wie man liebt, und singt sie wieder.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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