Dorthin - will ich; und ich traue

Mir fortan und meinem Griff.

Offen liegt das Meer, in′s Blaue

Treibt mein Genueser Schiff.

 

Alles glänzt neu und neuer,

Mittag schläft auf Raum und Zeit -:

 

Nur dein Auge - ungeheuer

 

Blickt mich′s an, Unendlichkeit!

 

Der du mit dem Flammenspeere

Meiner Seele Eis zerteilt,

Daß sie brausend nun zum Meere

Ihrer höchsten Hoffnung eilt.

Heller stets und stets gesunder,

Frei im liebevollsten Muss -

Also preist sie deine Wunder,

Schönster Januarius!


Das Gedicht "Nach neuen Meeren" stammt von   (1844 - 1900).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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