Wen liebt ich so wie dich,

geliebter Schatten!

Ich zog dich an mich, in mich - und seitdem

ward ich beinah zum Schatten,

du zum Leibe.

Nur daß mein Auge unbelehrbar ist,

gewöhnt, die Dinge außer sich zu sehen:

Ihm bleibst du stets das ewge Außer-mir.

Ach, dieses Auge bringt mich außer mich!


Das Gedicht "An das Ideal" stammt von (* 1844-10-15, † 1900-08-25).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte