In Sonnenglut, in Mittagsruh

Liegt stumm das Hospital;

Es sitzt ein altes Mütterlein,

Am Fenster bleich und fahl.

 

Ihr Aug′ ist trüb, ihr Haar schneeweiß,

Ihr Mieder rein und schlicht,

Sie freut sich wohl und lächelt still,

Im warmen Sonnenlicht.

 

Am Fenster blüht ein Rosenstock

Viel Bienlein rings herum,

Stört denn die stille Alte nicht

Das emsige Gesumm?

 

Sie schaut in all′ die Sonnenlust

So selig stumm hinein:

Noch schöner wird′s im Himmel sein,

Du liebes Mütterlein!


Das Gedicht "Alt Mütterlein" stammt von   (1844 - 1900).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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