Von dunkelnden Wogen

Hinuntergezogen,

Zwei schimmernde Schwäne, sie schiffen daher,

Die Winde, sie schwellen

Allmählich die Wellen,

Die Nebel, sie senken sich finster und schwer.

 

Die Schwäne, sie meiden

Einander und leiden,

Nun tun sie es nicht mehr, sie können die Glut

Nicht länger verschließen,

Sie wollen genießen,

Verhüllt von den Nebeln, gewiegt von der Flut.

 

Sie schmeicheln, sie kosen,

Sie trotzen dem Tosen

Der Wellen, die zweie in eines verschränkt,

Wie die sich auch bäumen,

Sie glühen und träumen,

In Liebe und Wonne zum Sterben versenkt.

 

Nach innigem Gatten

Ein süßes Ermatten,

Da trennt sie die Woge, bevor sie′s gedacht.

Laßt ruhn das Gefieder!

Ihr seht euch nicht wieder,

Der Tag ist vorüber, es dämmert die Nacht.


Das Gedicht "Sie sehn sich nicht wieder" stammt von   (1813 - 1863).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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