Aus des Meeres dunklen Tiefen

Stieg die Venus still empor,

Als die Nachtigallen riefen

In dem Hain, den sie erkor.

 

Und zum Spiegel, voll Verlangen,

Glätteten die Wogen sich,

Um ihr Bild noch aufzufangen,

Da sie selbst auf ewig wich.

 

Lächelnd gönnte sie dem feuchten

Element den letzten Blick,

Davon blieb dem Meer sein Leuchten

Bis auf diesen Tag zurück.


Das Gedicht "Meeresleuchten" stammt von   (1813 - 1863).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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