Vom Berg der Knab′,

Der zieht hinab

In heißen Sommertagen;

Im Tannenwald,

Da macht er Halt,

Er kann sich kaum noch tragen.

 

Den wilden Bach,

Er sieht ihn jach

Ins Tal herunter schäumen;

Ihn dürstet sehr,

Nun noch viel mehr:

Nur hin! Wer würde säumen!

 

Da ist die Flut!

O in der Glut,

Was kann so köstlich blinken!

Er schöpft und trinkt,

Er stürzt und sinkt

Und trinkt noch im Versinken!

 

Das Lied ist aus,

Und macht′s dir Graus:

Wer wird′s im Winter singen!

Zur Sommerzeit

Bist du bereit,

Dem Knaben nachzuspringen.


Das Gedicht "Knabentod" stammt von   (1813 - 1863).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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