Rein zu denken, vermeinst du? Wie sehr du die Bilder auch sichtest,
Bilder bleiben es doch, wenn auch zu Worten verdünnt,
Und sie borgen sich bloß im ewigen Wechsel die Lichter,
Denn das erste erlischt, wenn sich das zweite erhellt.
Aber ein anderes ist′s, in Blei Figuren zu gießen,
Wie es die Mägde tun, oder zu zeichnen, wie Kant.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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