So wie die Sonne untergeht,

Gibt′s einen letzten Baum,

Der, wie in Morgenflammen, steht

Am fernsten Himmelssaum.

 

Es ist ein Baum und weiter nichts

Doch denkt man in der Nacht

Des letzten wunderbaren Lichts,

So wird auch sein gedacht.

 

Auf gleiche Weise denk ich dein,

Nun mich die Jugend läßt,

Du hältst mir ihren letzten Schein

Für alle Zeiten fest.


Das Gedicht "Der letzte Baum" stammt von   (1813 - 1863).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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