Der Kranke in seinem Bette,
Wie schlief er so schwer und so bang,
Als hin zu der schwülen Stätte
Der erste Lenzhauch drang.
Ein Fenster war aufgegangen,
Durch das er hinein sich stahl,
Nun kühlt er die heißen Wangen,
Die glühende Stirn zumal.
Und all dies linde Kosen,
Das Blüten gelockt aus dem Baum,
Es gibt dem Hoffnungslosen
Genesung in süßem Traum.
Doch ach, der holde Gedanke
Erschüttert zu sehr sein Herz,
Vor Freude erwacht der Kranke
Und fühlt den alten Schmerz.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Empfehlungen
Weitere gute Gedichte des Autors:
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte