Als einst Antagoras, ein Weiser, sich
Meeraal′ in seinem Zelt bereitete,
Fragt′ ihn Antigonus, der König. »Glaubst Du,
Daß auch Homer, indem er Agamemnons
Glorreiche Thaten in die Leyer sang,
Meeraale kocht′?« – Und glaubst Du, fragte jener,
Daß Agamemnon, als im offnen Feld
Er seine Herosthaten glorreich häufte,
Sich darum kümmert′, ob im Lager jemand
Meeraale zubereitet′, oder nicht?
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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