Was Gellula verspürt an Thaten und an Wercken,
Das geht ihr lieblich ein, den Glauben dran zu stärcken.
Von Zeichen hält sie nichts; vom Wesen hält sie hoch;
Ist vielfach eine Frau und geht im Krantze doch.
Ob Pabst, ob Luther ihr, ob ihr Calvin gefalle,
Ist unklar; ist mir recht, gefallen sie ihr alle.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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