Trüb der Morgen und kalt.

Ueber die Wiesen schweifen

Feuchte Nebelstreifen;

Auf den Bergen ringsum

Liegen Wolken geballt,

Grau und stumm.

Mühsam

Gegen die dunklen Schatten,

Halb wagend,

Halb zagend,

Sendet Sonne den matten,

Bebenden Strahl.

Nieder in′s Thal

Röthlich bricht

Hier und dort unsicheres Licht ...

Kämpfen muß die herrlichste Gluth,

Die hehrste Feindin irdischer Fehle:

 

Muth, Muth,

Arme ringende Menschenseele!


Das Gedicht "Am Morgen" stammt von   (1857 - 1938).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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