Luftige Bläue!
Selig dahin
Schwebt auf der Weihe
Flügeln mein Sinn!
Über die Erde, wohl über das Meer
Trägt mich der strahlende Fittig daher!
Fessellos Streben
Himmlisches Sein!
Du lohnst das Leben,
Du nur allein!
Tauchen den Fittig in Abendrotduft,
Trinken die reine, die himmlische Luft!
Heiliger Fluten
Schimmerndes Blau,
Pupurne Gluten
Wolken voll Tau
Kränzen und gürten Ausonia′s Strand,
Strahlen um′s alte Saturnische Land!
Ewiger Frühling,
Ewiges Grün
Schattender Kühlung
Schweben dahin,
Wonnige Tage im duftenden Kranz
Und in der Horen sanftwallendem Tanz!
Das Gedicht "Phantasie auf Albano′s Höhen" stammt von Friederike Brun (1765 - 1835).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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