Luftige Bläue!

Selig dahin

Schwebt auf der Weihe

Flügeln mein Sinn!

Über die Erde, wohl über das Meer

Trägt mich der strahlende Fittig daher!

Fessellos Streben

Himmlisches Sein!

Du lohnst das Leben,

Du nur allein!

Tauchen den Fittig in Abendrotduft,

Trinken die reine, die himmlische Luft!

Heiliger Fluten

Schimmerndes Blau,

Pupurne Gluten

Wolken voll Tau

Kränzen und gürten Ausonia′s Strand,

Strahlen um′s alte Saturnische Land!

Ewiger Frühling,

Ewiges Grün

Schattender Kühlung

Schweben dahin,

Wonnige Tage im duftenden Kranz

Und in der Horen sanftwallendem Tanz!


Das Gedicht "Phantasie auf Albano′s Höhen" stammt von   (1765 - 1835).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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