Der Wanderer

Schöne Nymphe des Mains mit den langen wallenden Locken

Sag′, o Liebliche, wem eilet entgegen dein Fuß?

Sage, wem schmücktest du dich mit dem Blüthen duftenden Kranze,

Und wem füllte dies Horn sich mit winkender Frucht?

Die Nymphe

Meinem Geliebten entgegen, des Gotthards mächtigem Sohne,

Wall′ ich, bräutlich geschmückt, bringend der Ebene Frucht.

Liebend führet er mich in Bacchus purpurne Lauben,

Tränkt mit der Fülle mich dort herzerquickenden Weins.


Das Gedicht "Die Nymphe des Mains und der Wanderer" stammt von   (1765 - 1835).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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