Türe auf, Türe zu,
Niemals Rast, niemals Ruh′,
Schöne Damen, liebe Herrn
Kaufet freundlich, kaufet gern,
Brauch′s auf Brot, und brauch′s auf Bier,
Und das gönnt ihr sicher mir.
Türe auf, Türe zu,
Niemals Rast, niemals Ruh′,
In der Kälte, in der Glut,
Keiner meiner Füße ruht,
Such′ am Herde einen Platz,
Finde keinen, keinen Schatz.
Schöne Damen, liebe Herrn
Kaufet freundlich, kaufet gern,
Komm aus fernem Lande her
Und dem Fremdling wird′s so schwer:
Türe auf, Türe zu,
Niemals Rast, niemals Ruh′!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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