Die alten Egypter verehrten die Sphinx,

Die Sphinx - das Rätsel des Lebens -

Das Rätsel des Menschen - das Rätsel der Welt -

Die Lösung sucht man vergebens.

 

Der Grieche, graziöser die Psyche er schuf,

Die Psyche - das Sinnbild der Seele -

In Marmor grub er die Schönheit hinein,

Dass Jeder sie sehe und wähle. -

 

Doch unsre Zeit dem äußern Schein -

Dem Schatten der Wahrheit ergeben -

Verkündet und lehrt das moralische Nichts,

Kein Sinnbild wird sie erheben! -


Das Gedicht "Die Sphinx" stammt von   (1828 - 1904).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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