Schon bin ich müd zu reisen,

Wär′s doch damit am Rand,

Vor Hören und vor Sehen

Vergeht mir der Verstand.

 

So willst Du denn nach Hause?

O nein! Nur nicht nach Haus!

Dort stirbt des Lebens Leben

Im Einerlei mir aus.

 

Wo also willst Du weilen?

Wo findest Du die Statt?

O Mensch, der nur zwei Fremden

Und keine Heimat hat.


Das Gedicht "In der Fremde" stammt von   (1791 - 1872).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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