Logier in a Dachstubn,

Und da bin i gern,

Da siech i gar weit rum

In d′ Höh und in d′ Fern.

 

Da tramt mir der schönst Tram,

Wie d′ Engerln rum fliegn -

Die drunten, die sehns kam,

Die über oa Stiegn.

 

Da guck i frohseli

In d′ Himmelwelt naus,

Bis kummt z′letzt Micheli,

Da zieh i dann aus.

 

Mi tragts, wenns a wenig

Is weiter ins Grab,

Daß i - notabeni -

Net selber z′ steign hab.

 

Und hoff, wenn i dro kimm

Und ′s Sterbgewand onhab,

Daß i so an Tran nimm

Mit abi ins Grab.


Das Gedicht "Mei Dachstubn" stammt von   (1808 - 1885).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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