Es gibt nicht leicht an schönern Stand

Als was a Dokter is,

Wo no an Kranken z′ helfen is,

Da hilft der Dokter gwiß.

 

Für jeden is er, wer da will,

Für jeden, der no lebt,

Für jeden, fehlt im no so viel,

Der Dokter hat′s Rezept.

 

Und was a rechter Dokter is,

Der kon a no viel mehr,

A so a Dokter, der kuriert

Zivil und Militär.

 

So sagens! Hilft aber der für alls,

Für alles, was oan fehlt?

′s gibt ja allerhand so I.eid

Und Krankheit in der Welt.

 

A Krankheit is ′s a net so fast,

Woran mein Herz so leidt,

′s is eigentlich - i woas net was -

So a Beklommenheit.

 

Ach Gott, mir bringt koa Dokter Hilf,

Und elend geh i z′grund;

De Doktor, ach, den find i net,

Der mi macht endli gsund!


Das Gedicht "Das kranke Herz" stammt von   (1808 - 1885).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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