Oft ist es mir, als säh' ich niedergleiten
Die Schleier still und leise vor den Dingen;
Mein Auge kann das weite All durchdringen
Und blickt zurück zum Urquell aller Zeiten.
Ich sehe, wie die Fäden sich bereiten,
Wie sie sich knüpfen, kreuzen und verschlingen –
Und so die Tage immer näher bringen,
Die zu den uns'ren ernst herüberleiten.
Dann fühl' ich mit dem Fernsten mich verwoben,
Und in mir leben jedes Einzelleben,
Das hier geathmet und geblickt nach oben.
Mein eig'nes Ich, mit tiefgeheimem Beben,
Seh' ich zur Welt erweitert und erhoben –
Und mit ihr, wie ein Traum, in Nichts verschweben.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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