Hab′ ich Euch gekränkt, beleidigt,

Zugefügt Euch herbes Leid,

O verzeiht!

Ach die namenlosen Schmerzen,

Die da fressen tief im Herzen,

Machen böse oft mein Wort;

Bitter fliegt′s und höhnend fort,

Trifft vielleicht Euch in die Seele,

Macht Euch herbe Qual,

Während schon mein Herz bereute

Tausendmal.


Das Gedicht "Verzeiht" stammt von   (1870 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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