Einst stand der Dorn ohne blühenden Duft,

Verdorrend im eisigen Windeshauch,

Da quoll vom Süden wabernde Luft:

Und sonnig umwarb sie den Dornenstrauch;

Da sproßten ihm Blätter und Knospen auch

Mit zwingender Lebensgewalt.

Nun brennen im blühenden Dornenstrauch

Zwei Leben in einer Gestalt.


Das Gedicht "Zwei Leben in einer Gestalt" stammt von   (1834 - 1912).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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