Freund! versäume nicht zu leben,
Denn die Jahre fliehn,
Und es wird der Saft der Reben
Uns nicht lange glühn!

Lach der Ärtzt' und ihrer Räncke!
Tod und Kranckheit laurt,
Wenn man bey dem Froschgeträncke
Seine Zeit vertraurt.

Mosler-Wein, der Sorgenbrecher,
Schafft gesundes Blut.
Trinck aus dem bekränzten Becher
Glück und frohen Muth.

So! - noch eins! - Siehst du Lyäen
Und die Freude nun?
Bald wirst du auch Amorn sehen,
Und auf Rosen ruhn.

Anmerkung: Eine Dithyrambe ist ursprünglich ein ekstatisch-begeisterter Chorgesang aus dem antiken Griechenland, der zu Ehren des Gottes Dionysos aufgeführt wurde.


Das Gedicht "Dithyrambe" stammt von   (1715 - 1759).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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