Das seltsame, thörichte, fragende Herz,

Im Glücke so bang, so glückselig im Schmerz -

Was mag es nur ewig so klopfen?

Es klopft, ach! nicht ewig; es bebet, es harrt,

Bis das Blut in den Gängen des Lebens erstarrt,

Allmählich, von Tropfen zu Tropfen.

 

Dann schweigt es; dann ruht es; Dämonen der Welt

Sie tragen′s ins Haus, das nicht Helios hellt,

Das die Schatten Persephone′s schwärzen;

Doch die darin pochte, die selige Kraft,

(Die Hülse zerstiebte) - sie hat sich entrafft,

Und fliegt an das Herz aller Herzen.


Das Gedicht "Herz" stammt von   (1806 - 1849).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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