Wo bleibt ihr nur, Genossen meiner Zeit?

Ich schau zurück und kann euch kaum noch sehn.

Ein wirres Stimmentosen hör ich weit,

weit hinter mir und kann es nicht verstehn.

 

Ich ruf euch zu, doch euerm Echo fehlt

der Laut, der rein aus meiner Stimme klingt.

Ich wink euch her. Doch ihr, wie unbeseelt,

horcht tauben Ohrs, ob euch ein Stummer singt.

 

Vergebne Zeichen! Aus den Zähnen pfeift

mißtönig euer ärgerlicher Spott.

Kommt nie die Zeit, da ihr die Zeit begreift?

Tritt nie aus finstern Kirchen euer Gott?


Das Gedicht "Der Mahner" stammt von   (1878 - 1934).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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