Es stand ein Veilchenstrauß an meinem Bette,

Der duftete mir zu gar süßen Traum:

Ich lag am Abhang einer Hügelkette,

Und überblüht von Veilchen war der Raum:

So viele wuchsen nie an einer Stätte,

Man sah vor ihrem Blau den Rasen kaum;

Da sprach das Herz: Hier ging mein Lieb, das traute,

Und Veilchen sproßten auf, wohin sie schaute.


Der Text des Gedichts "Lieder als Intermezzo XVIII." stammt von (* 1815-10-17, † 1884-04-06).




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