Ich bin meiner Mutter einzig Kind,

Und weil die andern ausblieben sind

- Was weiß ich wieviel, die sechs oder sieben, -

Ist eben alles an mir hängen blieben;

Ich hab müssen die Liebe, die Treue, die Güte

Für ein ganz halb Dutzend allein aufessen,

Ich wills mein Lebtag nicht vergessen.

Es hätte mir aber noch wohl mögen frommen,

Hätt ich nur auch Schläg für Sechse bekommen!


Das Gedicht "Selbstgeständnis" stammt von   (1804 - 1875).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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