Cleversulzbach 1837. Als sie ein wenig kurz angebunden gegen mich war

 

Da dein Bruder

Das Ruder

Des Hauswesens fuehrt

Und kein Narr ist,

Sondern Pfarr’ ist,

Der ganz Sulzbach regiert,

Der zwar, genoetigt,

Auf Predigt

Und manches verzicht’t,

Auch im Kranze

Keine Lanze

Fuer Steudel mehr bricht;

Da man ihn ferner

Trotz Justin Kerner

Als Dichter begruesst,

Und, obgleich Dichter,

Er doch die Lichter

Fuer die Haushaltung giesst;

Da er dir endlich

Unendlich

Viel Gutes erweist,

Wie er noch gestern

Seine Schwestern

Mit Zimtstern gespeist:

So sollt ich schliessen

Aus allem diesen -

Doch ists gescheiter,

Ich sag nicht weiter

Und mach’ ohne Zirkel

Einen schoenen gekringelter Strich, aehnlich einem "W".


Das Gedicht "An Clara" stammt von   (1804 - 1875).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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