Rosenzeit! Wie schnell vorbei,

Schnell vorbei

Bist du doch gegangen!

Waer mein Lieb nur blieben treu,

Blieben treu,

Sollte mir nicht bangen.

 

Um die Ernte wohlgemut,

Wohlgemut

Schnitterinnen singen.

Aber, ach! mir kranken Blut,

Mir kranken Blut

Will nichts mehr gelingen.

 

Schleiche so durchs Wiesental,

So durchs Tal,

Als im Traum verloren,

Nach dem Berg, da tausendmal,

Tausendmal

Er mir Treu geschworen.

 

Oben auf des Huegels Rand,

Abgewandt,

Wein ich bei der Linde;

An dem Hut mein Rosenband,

Von seiner Hand,

Spieler in dem Winde.


Das Gedicht "Agnes" stammt von   (1804 - 1875).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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