Am Morgen - am Mittag - im Abendlicht

Vernahmst Du, Maria, mein Lobgedicht.

In Lust und Leid - in Wonne und Weh,

Gott-Mutter, auch fernerhin mit mir geh!

Als strahlende Stunden heiter entwichen

Und keine Wolken den Himmel durchstrichen,

Führtest Du gnädig die Seele mir

Hin zu den Deinen, hin zu Dir.

Nun, da Schicksalsstürme schrecken,

Dunkel mein Heute, mein Gestern bedecken,

Laß mein Morgen strahlend scheinen

Im holden Hoffen auf Dich und die Deinen!


Das Gedicht "Gebet" stammt von   (1809 - 1849).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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