Wolkenschatten fliehen über Felder,

blau umdunstet stehen ferne Wälder.

Kraniche, die hoch die Luft durchpflügen,

kommen schreiend an in Wanderzügen.

Lerchen steigen schon in lauten Schwärmen,

überall ein erstes Frühlingslärmen.

Lustig flattern, Mädchen, deine Bänder;

kurzes Glück träumt durch die weiten Länder.

Kurzes Glück schwamm mit den Wolkenmassen;

wollt′ es halten, musst′ es schwimmen lassen.


Das Gedicht "Märztag" stammt von (* 1844-06-03, † 1909-07-22).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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