Wolkenschatten fliehen über Felder,

blau umdunstet stehen ferne Wälder.

Kraniche, die hoch die Luft durchpflügen,

kommen schreiend an in Wanderzügen.

Lerchen steigen schon in lauten Schwärmen,

überall ein erstes Frühlingslärmen.

Lustig flattern, Mädchen, deine Bänder;

kurzes Glück träumt durch die weiten Länder.

Kurzes Glück schwamm mit den Wolkenmassen;

wollt′ es halten, musst′ es schwimmen lassen.


Das Gedicht "Märztag" stammt von   (1844 - 1909).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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