Viere lang,

Zum Empfang,

Vorne Jean,

Elegant,

Fährt meine süße Lady.

 

Schilderhaus,

Wache raus.

Schloßportal,

Und im Saal

Steht meine süße Lady.

 

Hofmarschall.

Pagenwall.

Sehr graziös,

Merveillös

Knickst meine süße Lady.

 

Königin,

Hoher Sinn.

Deren Hand,

Interessant,

Küßt meine süße Lady.

 

Viere lang,

Vom Empfang,

Vorne Jean,

Elegant,

Kommt meine süße Lady.

 

Nun wie war′s

Heut bei Zars?

Ach, ich bin

Noch ganz hin,

Haucht meine süße Lady.

 

Nach und nach,

Allgemach,

Ihren Mann

Wieder dann

Kennt meine süße Lady.


Das Gedicht "Der Handkuß" stammt von   (1844 - 1909).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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