Ihr schwartzen Augen ihr / und du auch / schwartzes Haar /

nehmt hin von meiner Hand / nehmt hin / was ich euch sende /

durch was ich meine Schuld ein wenig nur verpfände /

das dürstet und noch nach eurer Blicke Schaar.

 

Schwartz lieb ich auf der Welt. Schwartz will ich immerdar.

Schwartz ist mein Ruhestab der fast zu müden Hände /

schwartz ist der beste Glantz. Schwartz macht / daß ich mich

zum schwartzen Angesicht / zum schwartzen Augen-Klar.

 

Laß roth / laß weiß / laß blau in seiner Schöne gehen /

und auf des Käysers Haupt ein Gold im Golde seyn /

laß Demant-Farbe blühn / laß jeden Edelstein

sein farbicht Angesicht bey allem Glantz aufleben.

Mein Schwartz vergnüget mich / drümb sprech ich immerdar:

Ihr schwartzen Augen ihr / und du auch / schwartzes Haar!


Das Gedicht "Seine Schwartze" stammt von   (1623 - 1686).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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