Liessest unter uns dich nieder,

Liebe, liebenswerte Frau,

Aber heute ziehst du wieder,

Wie die Sterne ziehn im Blau.

 

Siehst den Abendstern du blinken

Dort vor seinem Untergang?

Einen Augenblick im Sinken

Ruht er auf dem Bergeshang.

 

In der flüchtigen Minute,

In dem eilenden Moment

Ists, als ob er gastlich ruhte,

Wie ein Hirtenfeuer brennt.

 

Aber nur die kleinste Weile

Bringt er auf der Erde zu,

Sieh - er zittert ja vor Eile

Und verschwindet, Frau, wie du.


Das Gedicht "Hirtenfeuer" stammt von   (1825 - 1898).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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