Liessest unter uns dich nieder,
Liebe, liebenswerte Frau,
Aber heute ziehst du wieder,
Wie die Sterne ziehn im Blau.
Siehst den Abendstern du blinken
Dort vor seinem Untergang?
Einen Augenblick im Sinken
Ruht er auf dem Bergeshang.
In der flüchtigen Minute,
In dem eilenden Moment
Ists, als ob er gastlich ruhte,
Wie ein Hirtenfeuer brennt.
Aber nur die kleinste Weile
Bringt er auf der Erde zu,
Sieh - er zittert ja vor Eile
Und verschwindet, Frau, wie du.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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