Wenn ich ein Bettelmann wär

Käm ich zu Dir,

Säh Dich gar bittend an

Was gäbst Du mir? -

 

Der Pfennig hilft mir nicht

Nimm ihn zurück,

Goldner als golden glänzt

Allen Dein Blick;

 

Und was Du allen gibst

Gebe nicht mir

Nur was mein Aug begehrt

Will ich von Dir.

 

Bettler wie helf ich Dir? -

Sprächst Du nur so,

Dann wär im Herzen ich

Glücklich und froh.

 

Laufst auf Dein Kämmerlein

Holst ein Paar Schuh

Die sind mir viel zu klein,

Sieh einmal zu. -

 

Sieh nur wie klein sie sind

Drücken mich sehr,

Jungfrau süß lächelst Du

O gib mir mehr.


Das Gedicht "Wenn ich ein Bettelmann wär... " stammt von   (1778 - 1842).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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