Die Klage, sie wecket

Den Toten nicht auf,

Die Liebe nur decket

Den Vorhang dir auf.

 

Man liebt und was immer

Das Leben belebt,

Mit fassenden Sinnen

Die Augen erhebt.

 

Das zarte Umfassen,

Es löst sich so bald,

Die Augen erblassen

Es stirbt die Gestalt.

 

Die Liebe, sie schicket

Die Klage ihr nach

Die Liebe, sie blicket

Den Toten bald wach.

 

Die Klage, sie wecket

Die Toten nicht auf,

Die Liebe nur decket

Das Leben dir auf.


Das Gedicht "Die Klage, sie wecket..." stammt von   (1778 - 1842).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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